Mensch und Menschlichkeit im Zeitalter der Masken

 

Wie man sieht ist nicht alles Gold was glänzt.

Es geht ums sterben.

 

Das Bühnenbild: Maskierte Menschen.

Ich bin umgeben von Gespenstern, mit unbarmherzigem Stolz.

 

Ich wehre sie ab. Bemüht ihnen die Masken vom Gesicht zu reißen.

 

Nichts ist wahr. Und doch jeder Gedanke ein Giftpfeil für mein Herz.

 

Furchtbar kann es sein. Fruchtbar all das Leiden.

Den Visionen des Kriegs der Kriege möchte ich nicht erliegen.

 

Ich rufe, schreie.

Wartet doch bevor der Geist verbrennt.

 

Doch es ist schon zu späht.

 

Es geht um Menschen mit Masken.

Lasst sie fallen, habt keine Angst.

 

Doch sie, verstört, können nichts erkennen.

Drängen mich zur Flucht.

 

Ich bitte, bete. Ihre Reue, ich habe sie verkannt.

 

Im Spalier der geistig Leichen sehe ich sie Säbel streicheln.

Ich flehe kurz um meinen Frieden, sehe sie die Klingen ziehn.

 

Nun lieg ich unter den Linden.

Und was als Spielerei begonnen endet als traurige Chizophrenie.

 

Dies ist mein Nachruf.

 

 

- Seba Bueno

23.05.2018